Traumatische Erfahrungen
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach extrem belastenden oder als lebensbedrohlich erlebten Ereignissen entstehen. Existenziell bedrohliche Gewalt, Unfälle, sexuelle Übergriffe, Katastrophen oder schwere medizinischen Notfälle stellen Ereignisse dar, die uns alle tief verstören würden. Auch das miterlebte Leid oder der Verlust nahestehender Menschen kann traumatisch wirken. Zum Glück beruhigen sich die meisten Betroffenen nach einiger Zeit wieder. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen stellt sich diese innere Ruhe jedoch nicht ein und die belastenden Erinnerungen, Albträume oder das plötzliche Wiedererleben in Form von Flashbacks machen eine gesunde Einordnung unmöglich. Häufig ist dies begleitet von starker innerer Anspannung, Schlafstörungen und einer erhöhten Wachsamkeit. Viele Betroffene vermeiden Situationen, Gedanken oder Orte, die an das Geschehen erinnern, ziehen sich zurück oder fühlen sich emotional abgestumpft. Häufig gehen damit negative Gedanken über sich selbst und andere, Schuldgefühle oder ein Verlust von Vertrauen einher.
Psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, traumatische Erfahrungen einzuordnen, zu verarbeiten und Schritt für Schritt wieder mehr Stabilität und Lebensqualität zu gewinnen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es fast immer ein harter Weg ist, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen, aber es lohnt sich.

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